ÜBER

Patricia Nocon

Schauspielerin, Regisseurin, Performerin

Mein Weg als Theatermacherin führte mich im Laufe der Zeit immer weiter weg vom klassischen Theater hin an die Schnittstelle zwischen Theater und Performance.
Dabei ging es mir darum, neue Möglichkeiten einer theatralen Bearbeitung der Wirklichkeit zu finden und andere Formate einer narrativen Wiedergabe zu entwickeln.

„Der Performer im Rahmen theatraler Forschungsarbeit ist ein Mensch auf der Suche nach Wissen über den Menschen, also über sich selbst. Das Ziel ist die Weitergabe des Wissens an ein Gegenüber. Der Weg führt über die Erforschung des eigenen Körpers. Die Art der Weitergabe geschieht durch das lebendige Bild“.
(Walter Pfaff im Gespräch mit Joanna Pfaff-Czarnecka (1996): Kultur im Körper, in „Der sprechende Körper“ Texte zur Theateranthropologie (S. 267 – 286), Hrsg. Walter Pfaff, Erika Keil, Beat Schläpfer)

Noch während der Ausbildung an der Schule für Schauspiel, Hamburg, gründete ich mit Sarah-Maria Bürgin die Theatergruppe Formation poe:son, der ich 13 Jahre lang verbunden blieb. Dazu kamen Engagements u.a. auf Kampnagel Hamburg und am Jungen Theater Göttingen und Kollaboration mit RegisseurInnen und freien Gruppen in der Schweiz und Deutschland, u.a. mit Andreas Bode, Jorinde Dröse, Theater Barsch und ex/ex in Basel mit Sibylle Heiniger und Dirk Vittinghoff in Bern. Seit 2007 entwickle ich eigene Projekte und führe Regie. Das Gesprächsperformance-Format Host Club von Marcel Schwald an der Kaserne Basel habe ich von Anfang an mitbegleitet, als auch mit eigenen Veranstaltungen wie „solidar not“ am Kaskadenkondensator Basel weiterentwickelt. Ausserdem arbeite ich mit kognitiv beeinträchtigten SchauspielerInnen für das Theater Nil, Basel und die Theatergruppe muniambärg, Bern.

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